Dermatologie

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Das Fach Dermatologie und Venerologie (Haut- und Geschlechtskrankheiten) befasst sich mit der Vorsorge und der Behandlung von Hauterkrankungen.
Die Haut ist mit rund 2m2 Oberfläche und 10kg Gewicht das größte Organ des Menschen und erfüllt lebenswichtige Funktionen wie Barriere- und Schutzfunktion gegen das Eindringen von Erregern und gegen Traumen. Des weiteren spielt die Haut eine wichtige Rolle im Hormon- und Immunsystem sowie in der Temperaturregulation und im Wasserhaushalt.

Aufgaben des Hautarztes

  • Vorsorgeuntersuchungen (zB.: Muttermalkontrolle)
  • Konservative und chirurgische Behandlung von Hauterkrankungen
  • Kosmetische Beratung
  • Anti Aging Beratung

Vorsorgeuntersuchung (Muttermale/Hautkrebs)

Es wird empfohlen einmal im Jahr einen Hautarzt zur Muttermalkontrolle aufzusuchen. Prinzipiell sollten alle neu aufgetretenen Hautveränderungen abgeklärt werden, auch wenn sie langsam wachsen, nicht schmerzen oder jucken.

Muttermale werden auch als Leberfleck oder medizinisch als Naevuszellnaevus bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine gutartige Ansammlung von pigmentbildenden Zellen der Haut  (Melanozyten). Diese Zellen kommen überall in der Haut und auch in Schleimhäuten vor und sorgen unter anderem für das Braunwerden der Haut bei Sonneneinstrahlung.

Weitere Informationen zur Hautkrebsvorsorge...

Muttermale können bereits bei der Geburt vorhanden sein, oder sich erst später entwickeln, sie können sehr verschieden aussehen und am ganzen Körper auftreten. Muttermale sind in der Regel einfärbig, verursachen keinerlei Beschwerden und sind ungefährlich. In seltenen Fällen können Muttermale entarten und zu einem bösartigen Muttermal (Melanom) werden. Rund 25 % der Melanome entstehen aus einem Muttermal. Aus diesem Grund sollte man Muttermale selbst beobachten und von einem Arzt kontrollieren lassen.

Gefahrenzeichen:

  • Form- und Farbveränderungen, Bluten, Jucken
  • Größe über 7mm Durchmesser
  • mehrere Farben, unregelmäßiger Rand
  • Wachsen eines neuen, unregelmäßigen Muttermals
  • Hautveränderungen unter den Nägeln, Handflächen, Fußsohlen

Diagnose: mittels digitaler Auflichtmikroskopie

Therapie: unauffällige Muttermale brauchen keine Behandlung, unklare Muttermale werden in Lokalanästhesie entfernt und zur feingeweblichen Untersuchung geschickt.

Hautkrebs

 

Melanom

Das Melanom ist ein bösartiger Tumor, der von den pigmentbildenden Zellen der Haut (Melanozyten) ausgeht.

Risikofaktoren: UV Bestrahlung, heller Hauttyp, viele Muttermale, genetische Faktoren (Verwandte mit Melanom)
Diagnose: mittels Auflichtmikroskop nach der ABCD Regel (Asymmetrie, unregelmäßige Begrenzung, Color/Farbe, Durchmesser über 6mm). Durch Aufbringen von Öl wird die oberste Hautschicht durchsichtig und das darunterliegende Pigment kann in Farbe und Verteilung beurteilt werden.
Therapie: chirurgische Entfernung und feingewebliche Untersuchung
Prognose: hängt von der Eindringtiefe des Melanoms ab (<1mm, sehr gute Prognose)

Früherkennung enorm wichtig !!!

Erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Hautkrebstypisierungen...

Plattenepithelkarzinom

Das Plattenepithelkarzinom der Haut ist ein bösartiger Hauttumor, der lokal zerstörend wächst und nicht sehr häufig Metastasen (Tochtergeschwülste) bildet. Er findet sich zu 90% im Gesicht.
Risikofaktoren: verstärkte UV Belastung über Jahre hinweg, genetische Disposition mit lichtempfindlicher Haut, medikamentöse Herabsetzung der Immunabwehr
Diagnose: Blickdiagnose, Auflichtmikroskop, ev. Probenentnahme
Therapie: chirurgische Entfernung und feingewebliche Untersuchung, Kryotherapie, Strahlentherapie, Laser, Photodynamische Therapie, lokale Immuntherapie
Prognose: hängt von mehreren Faktoren ab (v.a. histologische Parameter wie Eindringtiefe etc.)

Basaliom

Basaliome gehören zu den häufigsten Tumoren der Haut. Meist ungefährlicher Verlauf, keine Metastasenbildung. Wächst lokal zerstörend.
Risikofaktoren: verstärkte UV Belastung bei lichtempfindlicher Haut, Arsen, medikamentöse Herabsetzung der Immunabwehr
Diagnose: Blickdiagnose, Auflichtmikroskop, ev. Probenentnahme
Therapie: chirurgische Entfernung und feingewebliche Untersuchung, Kryotherapie, Strahlentherapie, Laser, Photodynamische Therapie, lokale Immuntherapie
Prognose: gut heilbar, wächst manchmal nach, Nachkontrolle erforderlich

Akne

In der Pubertät muß sich im Körper ein Gleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Hormonen einstellen. In dieser Zeit leiden beinahe alle Jugendlichen an Mitessern und Pickeln. Die Produktion der männlichen Hormone nimmt zu. Die Talgdrüsen werden zur vermehrten Produktion von Talg (Hautfett) angeregt. Die Ausführungsgänge der Talgdrüsen verengen sich. Mitesser bilden sich. Pickel entstehen durch Bakterien. Während des Hautfettabbaues durch die Bakterien entstehen freie Fettsäuren, die das Gewebe reizen und Entzündungen hervorrufen. Schwere Akne kann narbig abheilen. Daher ist eine rechtzeitige und gute Behandlung notwendig um bleibende Narben zu vermeiden.

örtliche Behandlung: Vitamin A Säure, Benozylperoxid, bei schwerer Akne ev. kombiniert mit Antibiotika
systemische Behandlung: Frauen: Pille (mit Antiandrogenen, anti-männl. Hormone), ev. Antibiotika, Isotretionin (Vitamin A Säure Abkömmling)
Entfernung von Aknenarben: Peeling, Dermabrasio (Abschleifen der Haut), Laserbehandlung

Chronisch Entzündliche Hauterkrankungen

Psoriasis (Schuppenflechte)

Die Psoriasis ist eine der häufigsten Hauterkrankungen. Es handelt sich um keine ansteckende Erkrankung. Das Risiko an Psoriasis zu erkranken ist erhöht, wenn bereits ein Verwandter davon betroffen ist.

Ursache: nicht genau bekannt, wird als Autoimmunerkrankung angesehen, oftmals spielen Trigger Faktoren beim erstmaligen Auftreten eine Rolle.
Verlaufsformen: Bild der Schuppenflechte kann stark variieren

Mehr Infos zum Thema Psoriasis und Atopische Dermatitis

lokale Behandlung solange wie möglich
Lichttherapie: Phototherapie (PUVA, UVB)
systemische Therapie: bei schweren Verlaufsformen, Hemmung des Immunsystems

Die Psoriasis ist derzeit nicht heilbar. Krankheitsschübe können immer wieder auftreten. Durch kompetente Therapieplanung können weitgehende Erscheinungsfreiheit und gute Lebensqualität erzielt werden.

Atopische Dermatitis

Chronische Ekzemerkrankung der Haut. Anlagebedingte (familär vererbte) verstärkte Reaktion der Haut auf innere und äußere Reize. Zeigt sich als Entzündung der Haut (Ekzem, Dermatitis). Oft besteht gleichzeitig allergisches Asthma oder Heuschnupfen oder eine Nahrungsmittelallergie.

Die Behandlung richtet sich nicht gegen die Ursache (die nicht bekannt ist), sondern gegen die Symptome

Kortison, örtlich als Salbe, innerlich als Tabletten und Injektion
nicht kratzen !!! juckreizstillende Medikamente
UV Bestrahlung
topische Immunmodulation: neue Wirkstoffgruppe

Allergien

Unter einer Allergie versteht man eine überschießende Reaktion des Immunsystems bei wiederholtem Kontakt mit Stoffen, die von ihm als fremd erkannt werden.

Allergene sind winzig kleine, natürlich vorkommende Eiweißstoffe (Pollen, Pilzsporen, Tierhaare, Nickel, Nahrungsmittel, Bienengift, u.a.), die bei Allergikern die Bildung von Antikörpern hervorrufen.
Im Zuge der allergischen Reaktion kommt es neben Reizung der Schleimhäute von Augen, Nase, Bronchien und Darm auch an der Haut zu heftigen Reaktionen.

Krampfadern an den Beinen

Krampfadern sind erweiterte und geschlängelte Venen. Sie entstehen durch defekte Venenklappen. Gesunde Venenklappen lassen einen Blutfluß nur in Richtung Herz zu. Wenn die Venenklappen defekt sind, dann kommt es zur Druckerhöhung und zum Stau in den Venen.

Risikofaktoren:

– erbliche Veranlagung (90%)
– Geschlecht (Frauen bevorzugt betroffen)
– Schwangerschaft und hormonelle Einflüsse
– Alter, Übergewicht, stehende Tätigkeit, Bewegungsmangel

Lesen Sie mehr zur optimalen Therapie...

Therapie:

konservative Behandlung: Tragen von Kompressionsstrümpfen, Gymnastik, Schwimmen, Gewichtsreduktion bei Übergewicht, Hochlagern der Beine. Venenmittel
Sklerosierung (Verödung): Durch Einspritzen einer Substanz kommt es zum Verkleben und zum Verschwinden von krankhaft erweiterten Venen.
Chirurgische Therapie: Herausziehen („stripping“) der erkrankten Vene mittels einer Sonde
Laser: Neuerdings können Venen auch mittels Lasersonde mit gutem Erfolg von innen verödet werden

ANTI AGING / Kosmetische Beratung

Die Ursachen des Alterns der Haut sind vielfältig und setzen sich hauptsächlich aus inneren/genetischen Komponenten und äußeren/Umweltfaktoren zusammen. An endogenen Faktoren spielen einerseits Faktoren wie der Eintritt in die Menopause und damit der Wegfall von Hormonen, andererseits Erkrankungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) eine Rolle. Bei den Umweltfaktoren ist vor allem Die UV – Licht Exposition (Sonnenlicht und Solarien) zu nennen. 80% der Hautalterung ist UV  -Licht bedingt ! Wesentlich ist außerdem eine gesunde Lebensführung (vitaminreiche Ernährung, Nikotinkarenz, u.a.).

Genauere Details diverser Methoden finden Sie hier...

Peelings

Unter dem Begriff „Peeling“ (Hautabschälung) versteht man die Behandlung der Haut mit verschiedenen Substanzen. Je nach Substanz und Einwirkzeit unterscheidet man ein oberflächliches, mitteltiefes und tiefes peeling. Dementsprechend können je nach Eindringtiefe oberflächliche Fältchen und Falten, Aknenarben, Pigmentveränderungen und Sonnenschäden behandelt werden.

Das Prinzip des Peelings ist eine Ablösung der oberen Hautschichten mit einem „Verjüngungseffekt“ der Haut. Zur Vorbehandlung und Nachbehandlung werden spezielle Pflegepprodukte verwendet.

Faltenkorrektur

Im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses entstehen Falten im Gesicht, die durch bestimmte Faktoren, vor allem vermehrte Sonnenexposition und Rauchen begünstigt werden.
Störende Falten lassen sich durch verschiedene Methoden korrigieren:

– Hyaluronsäure: ist ein körpereigener Stoff, dessen Gehalt in der Haut im Laufe des Lebens abnimmt. Aufgrund der Tatsache, dass Hyaluronsäure Wasser bindet, nimmt dementsprechend die Wasserbindungsfähigkeit der Haut ab. Durch Einspritzung von Hyaluronsäure unter die Hautfalten werden diese aufgepolstert und die darüberliegende Haut wieder glatt. Die Behandlung ist minimal schmerzhaft und die Wirkung der Behandlung hält je nach Substanz 6-12 Monate an. Hyaluronsäure wird vom Körper wieder abgebaut, was bei sachgemäßer Anwendung keine Nebenwirkungen hervorruft. Eine Kombination mit anderen Methoden, wie zB. Botulinumtoxin ist gegebenenfalls möglich und durchaus sinnvoll.

– Botulinumtoxin (Botox®, Dysport®): Botulinumtoxin ist eine Substanz, die die Signalübertragung vom Nerven auf den Muskel blockieren kann.

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