Impfungen – Gratisimpfungen

Impfungen

Es ist mir ein Anliegen, Sie bezüglich der Impfungen fachgerecht zu informieren und für einen ausreichenden Impfschutz bei Ihrem Kind zu sorgen. Jährlich wird vom Gesundheitsministerium und dem Nationalen Impfgremium ein Impfplan empfohlen und Impfungen gegen häufig vorkommende oder seltene, aber sehr schwer verlaufende Krankheiten werden in das Gratisimpfprogramm aufgenommen. Nach einer Impfung ist es erforderlich, dass Ihr Kind noch etwa 15-20 Minuten im Ordinationsbereich bleibt, um eventuelle sehr seltene allergische Reaktionen rasch behandeln zu können. Ich kann verstehen, dass der frühe Impfbeginn zu Unsicherheiten und Sorge führt. Der Hintergrund dafür ist, dass der Nestschutz der mütterlichen Antikörper mit etwa 4 Monaten nachlässt und man erreichen möchte, dass das Baby dann schon durch die Impfung eigene Antikörper produziert hat.

Erfahren Sie Mehr über die empfohlenen Impfungen für Ihr Kind...

Rotavirus-Schluckimpfung ( im Alter von etwa 6 Wochen, 10 Wochen und 14 Wochen) – Gratisimpfung
Rotaviren lösen Erbrechen, Durchfall und Fieber aus. Vor der Impfung wurden in Österreich jährlich 2900-4400 Kinder ins Spital eingewiesen. Die Schluckimpfung schützt zu >70% vor Rotavirusinfektionen und zu >90% vor schwerem Rotavirus-Brechdurchfall.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfung sind Fieber, Durchfall und Erbrechen.

„6fach-Impfung“ (im Alter von etwa 2 Monaten, 4 Monaten und 12 Monaten) – Gratisimpfung
Sie enthält Impfstoffe gegen:

  • Diphtherie: Vorkommen in Afrika, Asien, Südamerika, Albanien, Nachfolgestaaten der ehem. Sowjetunion.
    Infektion von Nase, Rachen, Kehlkopf, Atemwegen, Herz-, Nieren-und Leberschäden
  • Tetanus-Wundstarrkrampf: Weltweites Vorkommen im Straßenstaub, Holz und Erde.
    Es kommt zu Muskelkrämpfen, lebensbedrohlich sind die Atemmuskellähmungen.
  • Pertussis-Keuchhusten: Häufig, Infektion der Atemwege mit sich steigernden Hustenanfällen bis zur Atemnot, schwerer Verlauf im Säuglingsalter mit Lungenentzündungen und Atemstillstand.
  • Poliomyelitis-Kinderlähmung: Vorkommen in Afrika und Asien, unterschiedliche Krankheitsverläufe mit oder ohne Beteiligung des Zentralnervensystems; Lähmungen
  • Hämophilus B: Bis zur Einführung der Impfung häufigster Erreger der eitrigen Gehirnhautentzündung bei Kindern bis zu 5 Jahren.
  • Hepatitis B: Weltweit sehr häufig, löst akute Leberentzündung aus, die chronisch werden kann, erhöhtes Leberkrebsrisiko Empfehlung der WHO 2005 einer weltweiten generellen Impfung und einer Aufnahme in das Kinderimpfprogramm.

Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfung sind Appetitverlust, Mattigkeit, ungewöhnliches Schreien, Reizbarkeit, Unruhe, Fieber, Schwellung und Rötung an der Injektionsstelle, Durchfall und Erbrechen.

Pneumokokken-Impfung (im Alter von etwa 2 Monaten, 4 Monaten und etwa 12 Monaten) – Gratisimpfung
Pneumokokken besiedeln die Schleimhaut im Rachenraum und können bei Säuglingen und Kleinkindern schwere Blutvergiftungen und Gehirnhautentzündungen auslösen, am häufigsten im Alter von 6-12 Monaten.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfung sind Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit, Reizbarkeit, Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Injektionsstelle, Fieber.

Meningokokken B-Impfung (ab dem Alter von 2 Monaten)
Meningokokken kommen weltweit vor. In Österreich werden jährlich etwa 60 bis 100 Erkrankungsfälle (ca. 50-70% durch Meningokokken der Gruppe B und 20-30% durch Meningokokken der Gruppe C) registriert.
Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, etwa 10% aller gesunden Personen sind im Nasen-Rachen-Raum mit Meningokokken besiedelt.Es kann zu einer Gehirnhautentzündung oder Blutvergiftung kommen, die Erkrankung kann innerhalb weniger Stunden aus voller Gesundheit zum Tod führen. Am häufigsten treten schwerwiegende Infektionen bei Kindern unter 1 Jahr auf, daher wird es empfohlen, die Impfung zum frühestmöglichen Zeitpunkt, ab einem Alter von 2 Monaten durchzuführen.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfung sind Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerzen, Schwellung, Rötung, Verhärtung, Allgemeinsymptome umfassen Fieber, Schläfrigkeit, Unruhe, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen, Hautausschlag.

Grippe – ab 6 Monaten, im 1.Jahr 2x, dann1xjährlich
Infektionen mit dem Influenzavirus (A und B) führen nach einer Inkubationszeit von wenigen Stunden bis einigen Tagen oft zu schweren Erkrankungen mit hohem Fieber, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Husten. Häufig kommt es auch zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Die Impfung ist jedem, der sich schützen will, zu empfehlen.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfung sind Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerzen, Schwellung, Rötung, Verhärtung, Allgemeinsymptome umfassen Fieber, Unwohlsein, Schüttelfrost, Schwitzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskel-und Gelenksschmerzen.

Masern-Mumps-Röteln-Impfung ( im Alter von 10 Monaten und 11 Monaten) – Gratisimpfung
Sie enthält Impfstoffe gegen:

  • Masern: Hochinfektiös, Ausschlag mit Fieber, Komplikationen: Mittelohr-und Lungenentzündungen (20%), Gehirnentzündung (1-2/1000 Fälle), SSPE-Sonderform einer Gehirnentzündung (1/5-10.000 Fälle, tödlich), WHO-Ziel ist die Ausrottung, derzeit bekommt jeder Nicht-Geimpfte irgendwann Masern
  • Mumps: Hochinfektiös, Speicheldrüsenschwellung, Komplikationen: Gehirn-und Gehirnhautentzündung (5-10%), Taubheit, Hodenentzündung (10-30%)
  • Röteln: Hochinfektiös, Ausschlag, Komplikationen: Fehlbildungen von Embryos

Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfung sind Rötung, Schmerzen und Schwellung an der Injektionsstelle, Fieber, Infektion der oberen Atemwege, Hautausschlag.

Meningokokken C – ab 12 Monaten, 1x
Meningokokken kommen weltweit vor. In Österreich werden jährlich etwa 60 bis 100 Erkrankungsfälle (ca. 50-70% durch Meningokokken der Gruppe B und 20-30% durch Meningokokken der Gruppe C) registriert. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, etwa 10% aller gesunden Personen sind im Nasen-Rachen-Raum mit Meningokokken besiedelt. Es kann zu einer Gehirnhautentzündung oder Blutvergiftung kommen, die Erkrankung kann innerhalb weniger Stunden aus voller Gesundheit zum Tod führen.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfung sind Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerzen, Schwellung, Rötung, Bluterguss und Juckreiz, Allgemeinsymptome umfassen Fieber, Reizbarkeit, Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen, Hautausschlag, Schnupfen und Husten.

FSME – ab 12 Monaten, 3x(0/1/9-12 Monate)
Die FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) ist eine überwiegend durch Zeckenstich, sporadisch auch durch den Konsum nichtpasteurisierter Milch und Milchprodukte (von Schafen und Ziegen, sehr selten auch Kühen) übertragene Gehirnhaut-und Gehirnentzündung.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfung sind Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerzen, Schwellung, Rötung, Allgemeinsymptome umfassen Fieber, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, grippeähnliche Symptome, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen.

Varizellen – ab 12 Monaten, 2x(0/6 Wochen)
Das klassische Krankheitsbild der Varizellen (Feuchtblattern, Windpocken) ist ein juckender Hautausschlag mit wasserklaren Bläschen und Fieber.Komplikationen sind Gehirnhautentzündung, Lungen-und Leberentzündung und bakterielle Superinfektionen, die eher bei Erwachsenen entstehen. Empfohlen wird eine zweimalige Impfung im 2. Lebensjahr, die 2. Impfung sollte jedenfalls vor dem Eintritt in Gemeinschaftseinrichtungen erfolgen. Da Varizellen bei Erwachsenen eine schwere Erkrankung darstellen und bei Erkrankung in der Schwangerschaft erhebliche Komplikationen auftreten können, ist es besonders wichtig, Kinder ab 9 Jahren zu impfen, wenn sie noch nicht geimpft wurden oder die Krankheit durchgemacht haben.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfung sind Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerzen, Schwellung, Rötung, und Juckreiz, Allgemeinsymptome umfassen Fieber, Erregbarkeit, Varizellen-ähnlichen Hautausschlag(etwa 5 Läsionen, nicht ansteckend), Schnupfen und Husten.

Hepatitis A – ab 12 Monaten, 2x(0/6-12Monate)
Nach Allgemeinbeschwerden, wie Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Müdigkeit, kommt es zum Auftreten der Gelbsucht. Bei der Hepatitis A gibt es keinen chronischen Verlauf, die Erkrankung heilt meist völlig aus. Der Verlauf ist bei Kindern meist mild, bei Erwachsenen allerdings nimmt der Erkrankungsverlauf an Schwere zu; ab dem 40. Lebensjahr oder bei Personen mit vorgeschädigter Leber kann mit Todesfällen gerechnet werden. Die Kinderimpfung bewirkt außer dem Schutz des Kindes zusätzlich die Ausschaltung der wichtigsten Infektionsquelle für die Erwachsenen. Empfohlen wird eine Impfung der Kinder vor dem Eintritt in Gemeinschaftseinrichtungen, da das Virus nach Auslandsaufenthalten eingeschleppt und verbreitet wird.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfung sind Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerzen, Schwellung, Rötung, Verhärtung, Allgemeinsymptome umfassen Fieber, Unwohlsein, Reizbarkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen.

6 – 8 Jahre – 4-fach Impfung, 1x – Gratisimpfung
Sie enthält Impfstoffe gegen Diphterie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfung sind Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerzen, Schwellung, Rötung, Bluterguss und Juckreiz, Allgemeinsymptome umfassen Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Appetitverlust, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Ausschlag, Gelenks-und Muskelschmerzen sowie Gelenkschwellungen.

6 – 12 Jahre – Hepatitis B – Auffrischung oder Grundimmunisierung (0/1/6Monate) – Gratisimpfung
Das hochinfektiöse Hepatitis B-Virus gehört weltweit zu den häufigsten viralen Infektionserregern. Es wird über Blut oder blutigen Kontakt übertragen. Es kann eine akute oder chronische Leberentzündung auslösen, die bis zur Leberzirrhose und zum Leberkrebs führen kann.Die WHO empfiehlt eine weltweite generellen Impfung und eine Aufnahme in das Kinderimpfprogramm, um weltweit die Erkrankung ausrotten zu können.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfungen sind Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerzen, Rötung und Verhärtung.

9 – 11 Jahre – HPV-Impfung, 2x(0/6Monate) – Gratisimpfung
Humane Papillomaviren (HPV) sind weltweit verbreitet. Etwa 70% aller Frauen und Männer werdenim Laufe ihres Lebens mit genitalen HPV infiziert. Die HPV Typen 16 und 18 (vor denen der Impfstoff schützt) verursachen >70% der Fälle von Gebärmutterhalskrebs. Weiters wird ein Teil der Fälle von Krebs der Scheide, des Penis und des Mundbereiches durch HPV ausgelöst. Die HPV Typen 6 und 11 (vor denen der Impfstoff schützt) sind für über 90% aller Genitalwarzen (Kondylome) verantwortlich. Die Impfung wird vor Eintritt in das sexuell aktive Alter empfohlen.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfung Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerzen, Schwellung, Rötung, Bluterguss und Juckreiz, Allgemeinsymptome umfassen Fieber, Kopfschmerzen und Übelkeit.

11 Jahre – 4-fach Meningokokkenimpfung (A, C, Y, W135), 1x – Gratisimpfung
Meningokokken kommen weltweit vor, die größte Bedeutung für das Auftreten von schwerwiegenden Erkrankungen haben die Gruppen A, B, C, W-135 und Y.In Österreich werden jährlich etwa 60 bis 100 Erkrankungsfälle (ca. 50-70% durch Meningokokken der Gruppe B und 20-30% durch Meningokokken der Gruppe C) registriert. Klassische Hochrisikogebiete für Meningokokken A oder W135 sind Afrika und der Nahe Osten.Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Es kann zu einer Gehirnhautentzündung oder Blutvergiftung kommen, die Erkrankung kann innerhalb weniger Stunden aus voller Gesundheit zum Tod führen. Jugendliche stecken sich häufig bei Gemeinschaftsreisen an.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfung sind Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerzen, Schwellung, Rötung, Bluterguss, Allgemeinsymptome umfassen Fieber, Reizbarkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen.


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