Ischämieschmerz
Ischämie bezeichnet eine örtlich begrenzte Blutleere in Geweben oder Organen. Ursächlich ist eine mangelnde Blut- und damit Sauerstoffversorgung, die aufgrund einer Verlegung von Arterien entsteht.
Die verminderte Blut- und damit Sauerstoffversorgung kann in fast allen Organen auftreten und löst sogenannte Ischämieschmerzen aus. Am häufigsten treten diese Gefäßverlegungen und die daraus resultierenden Schmerzen in den Beinen auf und führen zum Krankheitsbild der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK).
Bei einem chronisch verlaufenden Leiden richtet sich die Therapie bei Ischämieschmerzen nach der zu Grunde liegenden Erkrankung, ihrer Ausprägung (Schweregrad) und dem körperlichen Zustand des Patienten.
Trotz vieler gefäßerweiternden chirurgischen Eingriffe (Stenteinlage, Ballondilatation, Bypass),
leiden viele Patienten unter behandlungsresistenten Ischämieschmerzen. In diesen Fällen können dann spezielle Methoden der Schmerztherapie Erleichterung bringen.
Beispielsweise eine Blockierung/Ausschaltung des sympathischen Nervenstranges oder eine rückenmarksnahe Neurostimulation. Dazu wird ein kleines Gerät unter die Haut implantiert, das elektrische Impulse an das Rückenmark vermittelt. Die Schmerzleitung wird durch diesen elektrischen Strom verändert. Anstelle des Schmerzes wird nur noch ein Kribbeln empfunden. Stimulationsstärke und -dauer ist vom Patienten individuell regelbar.
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