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Darmchirurgie
Bösartige Erkrankungen des Dickdarmes zählen neben Brust-, Lungen- und Prostatakrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen in Europa. Daneben gibt es im Dickdarm aber auch eine Reihe von entzündlichen Veränderungen die eine operative Versorgung notwendig machen. Beispielhaft genannt sei hier die Divertikelerkrankung, bei der kleine sackartige Ausstülpungen im Dickdarm zu wiederholten Entzündungen, Abszessen, Fistelbildungen (z.B. in die Harnblase) aber auch zur Ausbildung von Engstellen (Stenosen) mit Stuhlunregelmäßigkeiten und Schmerzen führen können. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie der Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa werden primär medikamentös behandelt. Erst bei Auftreten von Komplikationen wie Stenosen und Fisteln kann eine operative Behandlung unumgänglich werden.
Die Chirurgie bei Erkrankungen des Dünn- und Dickdarmes kann in offener Technik und in minimal-invasiver Technik durchgeführt werden. Weniger Schmerzen nach der Operation, ein rascheres Mobilisieren der Patienten, eine schnellere Genesung und kürzere Krankenhausaufenthalte zählen zu den mittlerweile eindeutig belegten Vorteilen der minimal-invasiven Darmchirurgie wovon vor allem auch ältere Patienten sehr profitieren.