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Vorsorgeuntersuchung (Muttermale/Hautkrebs)
Es wird empfohlen einmal im Jahr einen Hautarzt zur Muttermalkontrolle aufzusuchen. Prinzipiell sollten alle neu aufgetretenen Hautveränderungen abgeklärt werden, auch wenn sie langsam wachsen, nicht schmerzen oder jucken.
Muttermale werden auch als Leberfleck oder medizinisch als Naevuszellnaevus bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine gutartige Ansammlung von pigmentbildenden Zellen der Haut (Melanozyten). Diese Zellen kommen überall in der Haut und auch in Schleimhäuten vor und sorgen unter anderem für das Braunwerden der Haut bei Sonneneinstrahlung. Muttermale können bereits bei der Geburt vorhanden sein, oder sich erst später entwickeln, sie können sehr verschieden aussehen und am ganzen Körper auftreten. Muttermale sind in der Regel einfärbig, verursachen keinerlei Beschwerden und sind ungefährlich. In seltenen Fällen können Muttermale entarten und zu einem bösartigen Muttermal (Melanom) werden. Rund 25 % der Melanome entstehen aus einem Muttermal. Aus diesem Grund sollte man Muttermale selbst beobachten und von einem Arzt kontrollieren lassen.
Gefahrenzeichen:
- Form- und Farbveränderungen, Bluten, Jucken
- Größe über 7mm Durchmesser
- mehrere Farben, unregelmäßiger Rand
- Wachsen eines neuen, unregelmäßigen Muttermals
- Hautveränderungen unter den Nägeln, Handflächen, Fußsohlen
Diagnose: mittels Auflichtmikroskop Therapie: unauffällige Muttermale brauchen keine Behandlung, unklare Muttermale werden in Lokalanästhesie entfernt und zur feingeweblichen Untersuchung geschickt.
Hautkrebs:
1) Melanom
Das Melanom ist ein bösartiger Tumor, der von den pigmentbildenden Zellen der Haut (Melanozyten) ausgeht.
Risikofaktoren: UV Bestrahlung, heller Hauttyp, viele Muttermale, genetische Faktoren (Verwandte mit Melanom) Diagnose: mittels Auflichtmikroskop nach der ABCD Regel (Asymmetrie, unregelmäßige Begrenzung, Color/Farbe, Durchmesser über 6mm). Durch Aufbringen von Öl wird die oberste Hautschicht durchsichtig und das darunterliegende Pigment kann in Farbe und Verteilung beurteilt werden. Therapie: chirurgische Entfernung und feingewebliche Untersuchung Prognose: hängt von der Eindringtiefe des Melanoms ab (<1mm, sehr gute Prognose) Früherkennung enorm wichtig !!!

2) Plattenepithelkarzinom
Das Plattenepithelkarzinom der Haut ist ein bösartiger Hauttumor, der lokal zerstörend wächst und nicht sehr häufig Metastasen (Tochtergeschwülste) bildet. Er findet sich zu 90% im Gesicht. Risikofaktoren: verstärkte UV Belastung über Jahre hinweg, genetische Disposition mit lichtempfindlicher Haut, medikamentöse Herabsetzung der Immunabwehr Diagnose: Blickdiagnose, Auflichtmikroskop, ev. Probenentnahme Therapie: chirurgische Entfernung und feingewebliche Untersuchung, Kryotherapie, Strahlentherapie, Laser, Photodynamische Therapie, lokale Immuntherapie Prognose: hängt von mehreren Faktoren ab (v.a. histologische Parameter wie Eindringtiefe etc.)
3) Basaliom
Basaliome gehören zu den häufigsten Tumoren der Haut. Meist ungefährlicher Verlauf, keine Metastasenbildung. Wächst lokal zerstörend. Risikofaktoren: verstärkte UV Belastung bei lichtempfindlicher Haut, Arsen, medikamentöse Herabsetzung der Immunabwehr Diagnose: Blickdiagnose, Auflichtmikroskop, ev. Probenentnahme Therapie: chirurgische Entfernung und feingewebliche Untersuchung, Kryotherapie, Strahlentherapie, Laser, Photodynamische Therapie, lokale Immuntherapie Prognose: gut heilbar, wächst manchmal nach, Nachkontrolle erforderlich
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