Beckenbodenschwäche? – Physiotherapie hilft!
Der Beckenboden: Eine oft unterschätzte Schlüsselrolle für Gesundheit und Wohlbefinden
Der Beckenboden ist ein komplexes Zusammenspiel aus Muskeln, Bindegewebe und Faszien, das unsere Beckenorgane stützt und wichtige Funktionen für Kontinenz, Stabilität, Haltung und Körperwahrnehmung übernimmt. Veränderungen im Laufe des Lebens – etwa durch Schwangerschaft und Geburt, hormonelle Umstellungen, Operationen oder natürliche Alterungsprozesse – können die Funktion des Beckenbodens beeinflussen und unterschiedliche Beschwerden verursachen.
Eine gezielte Beckenbodentherapie kann dabei helfen, den eigenen Körper besser zu verstehen, Beschwerden zu lindern und das Vertrauen in die eigene Körpermitte zurückzugewinnen.
Im weCare Ärzte- & Gesundheitszentrum hat sich Nicole Slavicek, BSc, auf die Diagnostik, Therapie und Prävention von Beckenbodenbeschwerden spezialisiert. Mit viel Einfühlungsvermögen, fachlicher Kompetenz und ausreichend Zeit begleitet sie Patient:innen individuell und ganzheitlich.
Wann kann eine Beckenbodentherapie sinnvoll sein?
Beschwerden im Bereich des Beckenbodens können Frauen und Männer in unterschiedlichen Lebensphasen betreffen. Häufige Gründe für eine Beckenbodentherapie sind:
- ungewollter Urinverlust (Inkontinenz)
- Beschwerden nach Prostata- oder Unterleibsoperationen
- Lageveränderungen von Gebärmutter oder Blase
- Schmerzen im Becken-, Bauch- oder Unterleibsbereich
- Narben oder Verwachsungen nach Operationen oder Geburten
- wiederkehrende Blasenentzündungen
- Beschwerden beim Geschlechtsverkehr
- erektile Dysfunktion
Auch während der Schwangerschaft, nach der Geburt oder in den Wechseljahren kann eine gezielte therapeutische Begleitung hilfreich sein.
Beckenbodentherapie
Individuell auf Ihre Beschwerden abgestimmt
Wichtiger Hinweis: Für eine teilweise Kostenerstattung der Beckenbodentherapie durch die Krankenkasse ist eine ärztliche Verordnung erforderlich.
Die Beckenbodentherapie richtet sich an Menschen, die bereits unter Beschwerden leiden oder vor bzw. nach gynäkologischen oder urologischen Eingriffen Unterstützung wünschen.
Zu Beginn steht ein ausführliches Anamnesegespräch. Dabei werden Beschwerden, bisherige Behandlungen und vorhandene Befunde besprochen. Anschließend erfolgt eine umfassende Untersuchung, bei der unter anderem die Funktion und Spannung des Beckenbodens, die Beweglichkeit der Hüften, die Wirbelsäulenmobilität sowie die Bauchmuskulatur betrachtet werden.
Auf dieser Grundlage wird ein individuelles Therapiekonzept erstellt. Je nach Bedarf kommen verschiedene Behandlungsformen zum Einsatz:
- manuelle Techniken
- gezieltes Kraft- und Dehnungstraining
- Weichteil- und Reflexzonentechniken
- individuelle Übungen für zuhause
Beckenboden-Check-up
Prävention und Orientierung in besonderen Lebensphasen
Nicht jede Veränderung des Beckenbodens muss bereits Beschwerden verursachen. Oftmals lohnt sich eine frühzeitige Abklärung, um Risiken rechtzeitig zu erkennen und gezielt vorzubeugen.
Der Beckenboden-Check-up richtet sich insbesondere an Frauen:
- während der Schwangerschaft
- nach der Geburt
- beim Wiedereinstieg in Sport und Bewegung
- nach gynäkologischen Eingriffen
- in der Menopause
Ziel ist es, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Beschwerden wie Inkontinenz, Senkungsbeschwerden oder Schmerzen vorzubeugen.
Nach einem ausführlichen Gespräch erfolgt eine gezielte Untersuchung des Beckenbodens. Diese kann – wenn gewünscht – sowohl äußerlich als auch mittels vaginaler Palpation erfolgen. Anschließend werden die Ergebnisse gemeinsam besprochen und individuelle Empfehlungen für Training, Prävention oder weitere Betreuung abgeleitet.
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